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CELAC – ohne die USA erwacht die Region zu neuem Leben und beginnt sich ihre Zukunft anzueignen


Das ist die Überschrift einer salvadorianischen Zeitung anlässlich der Konstituierung von CELAC (Gemeinschaft der Staaten Lateinamerikas und der Karibik), die am 2. und 3. Dezember in der venezolanischen Hauptstadt Caracas stattfand.

Lange Zeit war es selbstverständlich, dass die USA sich in alle Entscheidungen, die das Leben der lateinamerikanischen Länder betrafen, einmischten. Mit der Gründung der OAS (Organisation Amerikanischer Staaten) 1948 wurde diese Einmischung legalisiert. Aber die Zeiten haben sich geändert. Der Kontinent befreite sich allmählich von der Bevormundung durch die USA. Spätestens mit dem unrühmlichen Taktieren der OAS unter Regie der USA beim Putsch gegen Manuel Zelaya in Honduras wurde klar, dass ein in der OAS organisiertes Lateinamerika nie unabhängig agieren könnte. Die Idee für eine neue, andere Gemeinschaft wurde geboren – die CELAC. Sie sieht der Präsident Ecuadors Rafael Correa jetzt schon als die Organisation, die eines Tages die OAS ersetzen werde – eine amerikanische Organisation ohne die USA und Kanada. "Die Gemeinschaft der Staaten Lateinamerikas und der Karibik ist mehr als eine Vereinigung von Regierungen, es ist eine Gemeinschaft der Staaten, die zusammen mit ihren Völkern den Traum von Bolivar nach vorne bringen. Heute ist in Caracas ein Riese geboren worden, er heißt CELAC und sein Herz befindet sich in Venezuela.

Es leben die Völker Lateinamerikas!"

So fasste der venezolanische Präsident Hugo Chávez die Geburt der CELAC zusammen, die in einer weihevollen Zeremonie im Beisein von Regierungschefs aus 33 Ländern aus Lateinamerika und der Karibik im Theater Teresa Carreno in Caracas gefeiert wurde. "Wir haben die historische Gelegenheit, uns in die großen Protagonisten des XXI. Jahrhunderts zu verwandeln, die ganze Region Lateinamerikas, die Karibik und Mittelamerika, aber dafür benötigen wir Instrumentarien, konkrete Politik, sehr starke Allianzen und die nicht nur auf wirtschaftlichem, sondern ganz sicher auch auf politischem Gebiet.", sagte die argentinische Staatschefin Cristina Fernandez. Der Premierminister von Saint Kitts & Nevis fand besonders wichtig, dass die CELAC kein Block sei, der die kleinen Länder ignoriere.

Raúl Castro: CELAC das größte Ereignis der letzten 200 Jahre …

Der cubanische Präsident Raúl Castro bewertete die neue Gemeinschaft als "unser wertvollstes Werk" und als "größtes Ereignis in den letzten 200 Jahren von Semi-Unabhängigkeit ..." Er sagte, dass sein Erfolg von der Weisheit der 33 unabhängigen Nationen zwischen dem Rio Bravo und Patagonien abhänge. Er erinnerte daran, dass dies eine atomwaffenfreie Zone sei, was er als wichtige Errungenschaft ansieht. Er wolle aber auch, dass Lateinamerika und die Karibik in Zukunft eine Region ohne Militärbasen sei. Er erinnerte daran, dass die in der CELAC vereinten Nationen zum Teil der Welt mit der größten Ungleichheit gehören. Was die Umverteilung des Reichtums angehe, betrachtet er diese Ungleichheit als ein Phänomen, dem man sich entgegenstellen müsse. Er sieht es auch als eine historische und ethische Pflicht aller Länder der Region, den Menschen in Haiti zu helfen, dem Land, in dem die erste von Sklaven angeführte siegreiche Revolution der Menschheit stattgefunden hat.

Er erinnerte an die verschiedenen versuchten Staatsstreiche – gegen die Regierung Chávez im April 2002 und den Erdölstreik 2003, die Unruhen für eine Abspaltung von Santa Cruz in Bolivien, den versuchten Putsch gegen Rafael Correa in Ecuador 2010 und den Militärputsch gegen Manuel Zelaya in Honduras im Juni 2009, alles Staaten des ALBA-Bündnisses, alles fortschrittliche Regierungen. Dies sei ein Kampf zwischen den niederen Interessen der Oligarchie mit Unterstützung des transnationalen Kapitals und den legitimen Rechten der Völker. Nachdem er das internationale Verbrechen der NATO gegen das libysche Volk verurteilt hatte, wies Raúl auf die Gefahr hin, die sich ergebe, wenn eine solche Praxis sich in ein Rezept der imperialistischen Interessen verwandele.

Zum Schluss bedankte er sich bei allen Anwesenden, dass sie sich dafür ausgesprochen hätten, das CELAC-Gipfeltreffen 2013 in Cuba stattfinden zu lassen. Damit wird Cuba 2013 gleichzeitig den Vorsitz übernehmen. Raúl versprach schon jetzt, dass die Insel für die Einheit, für das, was José Martí "Unser Amerika" nannte, zu arbeiten.

Eine historische Schuld begleichen

Die Entscheidung, Cuba den CELACVorsitz 2013 zu übertragen, war am Vorabend bei dem Treffen der Außenminister gefallen. Dort wurde gleichzeitig beschlossen, dass die Gipfeltreffen 2012 in Chile und 2014 in Costa Rica stattfinden sollen. Die Entscheidungen fielen einstimmig.
Besonders Ecuador setzte sich für den Vorsitz Cubas ein. So sagte der Außenminister Ecuadors Ricardo Patino, die 33 Länder der Gemeinschaft würden, indem sie Cuba die Gelegenheit gäben, die 33 Nationen des Bündnisses zu empfangen "eine historische Schuld begleichen". "Ich glaube es ist wichtig, diesem Vorschlag zuzustimmen und dass wir alle uns voll und ganz einer möglichen Entscheidung anschließen, dass Cuba das Land sein soll, das uns empfängt. Damit begleichen wir eine historische Schuld mit einem kämpferischen Volk, dem es unter solch großen Schwierigkeiten und mit den schlimmen Auswirkungen der Blockade gelungen ist, als ein Volk, das eine andere Gesellschaft aufbaut, weiter zu kommen.", sagte der Außenminister weiter.

cuba kompakt R. F., telesur, contrainjerencia, ain
Cuba kompakt, 15.12.2011










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