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Redebeitrag des Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu Jamal
am Aktionstag Freiheit für die fünf Kubaner, 17.3. vor der US-Botschaft in Berlin

FREE MUMIA... und die anderen werden folgen!


Mumia Abu-Jamal wird wie so viele andere politische Gefangene in den USA seit Jahrzehnten festgehalten, ohne dass es irgendwelche Beweise für die seiner Verurteilung zu Grunde liegenden Vorwürfe gäbe. Zwar erkannte der Oberste Gerichtshof Ende 2011 an, dass das im Jahr 1982 ausgesprochene Todesurteil einen Verfassungsbruch darstelle. Dennoch will die Justiz den kritischen Journalisten und Aktivisten weiterhin in Haft halten.

Mumia war und ist Teil einer Bewegung, die sich nicht mit einigen Zugeständnissen oder nichtssagenden Reformen abspeisen lässt. Der systematische Rassismus, der seinen stärksten Ausdruck in der bis heute unter anderem Namen fortgeführten Sklaverei in den USA findet, brachte und bringt viele in Bewegung.

Während die Gefängnisnation USA mit über 2,5 Millionen Gefangenen heute mehr Afroamerikanerinnen und -Amerikaner in der Gefängnisindustrie ausbeutet als zur Zeit der "offiziellen Sklaverei", führt die aggressive Außenpolitik des Landes weltweit zu Krieg und Elend.

Innerhalb der USA sind rund ein Drittel der Bevölkerung weitestgehend von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen. Neben den People of Color, die der staatlichen Gewalt in Form von Armut, unterlassener Versorgung (z.B. bei Bildung und Gesundheit) sowie gezielter rassistischer Verfolgung durch Polizei und Justiz ausgesetzt sind, werden zunehmend auch ehemals privilegierte Teile der weißen Arbeiter_innenklasse und Studierte existenziell bedroht.

In diesem Zusammenhang entdecken viele die radikalen Ansätze vergangener Bewegungen wieder und stellen erstaunt fest, dass die Kämpfe um Freiheit und Gerechtigkeit in manchen Phasen der letzten 40 Jahre bereits erfolgreicher waren. Jedoch wurde Grundrechte in den USA nicht erst seit September 11 systematisch abgebaut und staatliche Repression mit geheimdienstlichen Mitteln öffentlich legitimiert, wie das COINTELPRO so anschaulich gezeigt hat.

Die völlige Missachtung individueller Rechte wird nicht nur in dem vor wenigen Wochen beschlossenen National Defense Authorization Act (NDAA) deutlich, der Militär und Geheimdiensten ungehinderten Zugriff auf jede US Bürgerin oder Bürger gibt. Vor allem zeigt sich das an der Existenz tausender politischer Gefangener, die z.T. bereits seit den 1960igern festgehalten werden. Sie zu befreien wird einer der Schlüssel für gegenwärtige und zukünftige Bewegungen sein, die eigene Schere im Kopf zu überwinden und allen Beteiligten die Kraft gemeinsamer Solidarität bei der Überwindung von Kapitalismus und Staatsgewalt deutlich zu machen.

Erfreulicherweise ist es gerade dort die Occupy Bewegung, die den Zusammenhang der aktuellen Kämpfe mit denen der Black Panthers, Native Americans, Chicanas und vieler anderer erkennt und seit Februar 2012 zu Aktionstagen unter der Losung "Occupy the Prisons" überall in den USA aufruft.

Mumia Abu-Jamal hat sich über Jahrzehnte trotz Lebensbedrohung und brutaler Haftbedingungen immer für andere eingesetzt und durch seine Analysen, Bücher und Beiträge den Blick auf eine befreite Gesellschaft wachgehalten. Noch vor wenigen Monaten hielten es die Mehrheit der Beobachtenden für unmöglich, dass er dem staatlichen Mord durch die Todesstrafe entgehen könnte. Kontinuierliche Solidarität hat ihn nicht nur aus dem Todestrakt geholt, sondern auch die nachträgliche staatliche Rache in Form der Isolationshaft überwunden.

Mumias Befreiung ist möglich und würde damit auch alle anderen politischen Gefangenen in den USA in das Licht der Öffentlichkeit bringen.

Kommt am Samstag, den 21. April zur Demonstration für seine Freilassung und die der politischen Gefangenen, zur Abschaffung der modernen Sklaverei in Form der Gefängnisindustrie und der Todesstrafe.

Demonstration: Genug ist genug - Freiheit für Mumia - sofort!

Demonstration: Genug ist genug - Freiheit für Mumia - sofort!
Freitag, 27. April 2012, 16:00 Uhr
Rosa-Luxemburg-Platz, 10178 Berlin


gemeinsam mit Mumias ehemaligen Mitgefangenen Harold Wilson u.a.

Freiheit für die 5 Kubaner, Leonard Peltier, Bradley Manning und Mumia Abu-Jamal!


Klebt Plakate, verteilt Flyer, sagt allen Bescheid -
FREE MUMIA... und die anderen werden folgen!





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